Artikel
Forschungsprojekt von VisualZuerst bewilligt
Der Zukunftsfonds der Republik Österreich hat das Forschungsprojekt von VisualZuerst bewilligt. Es untersucht mögliche Nachwirkungen der NS-Herrschaft in den Lebensverläufen gehörloser Personen. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, soziale Beziehungen und gesellschaftliche Teilhabe.
Kommunikation und Teilhabe verstehen
Im Mittelpunkt steht die kommunikative Vulnerabilität: Situationen, in denen Menschen durch erschwerte Verständigung, ungleichen Informationszugang oder Abhängigkeit von anderen besonders verletzlich werden. Untersucht wird, wie solche Bedingungen soziale Beziehungen, Handlungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe beeinflussen.
Eine dokumentierte biografische Fallstudie und historische Rekonstruktion bilden die Grundlage. Die Projektleitung übernimmt der Soziologe Mag. Siegfried Bachmayer, Gründer von VisualZuerst und selbst Mensch mit Hörbeeinträchtigung.
Forschung zugänglich machen
Ziel ist, bislang wenig sichtbare Zusammenhänge nachvollziehbar zu beschreiben und ein Analysemodell zu entwickeln, dessen Übertragbarkeit auf weitere Lebensgeschichten geprüft werden kann. Die Ergebnisse sollen in einer wissenschaftlichen Publikation aufbereitet und durch Vorträge vermittelt werden.
Mit Förderung des Zukunftsfonds der Republik Österreich.
Projektslink: https://visualzuerst.com/vz-webseite/?kind=project&slug=unsichtbare-dynamiken